Bernd Schneider bei der Mitgliederversammlung in Magdeburg

Der Deutsche Gehörlosen-Bund stellt seinen Strukturwandel vor

Neuigkeiten

Am 9. März 2019 wird der Deutsche Gehörlosen-Bund (DGB) in Kassel die Zwischenergebnisse seiner Arbeitsgruppe „Struktur des DGB“ vorstellen. Dazu wird sich die Arbeitsgruppe im Kasseler Gehörlosenzentrum treffen. Im Betreff der Einladung ist von einem nicht näher bezeichneten „DGB 2.0“ die Rede. Von der Veranstaltung sollen später Videos im Internet veröffentlicht werden. Damit will der DGB für mehr Transparenz sorgen. Laut Bernd Schneider, dem Leiter der Arbeitsgruppe, sind die insgesamt 80 Plätze wie folgt aufgeteilt: 30 für die Landesverbände, 20 für die Fachverbände sowie jeweils 10 für das DGB-Präsidium und für die Arbeitsgruppen-Mitglieder.

Um 10 Uhr beginnt der Tag mit einer Vorstellung der Mitglieder und der Hintergründe der Arbeitsgruppe. Die taube Gebärdensprachdolmetscherin Katja Fischer wird die Veranstaltung moderieren. Wie auf der Bundesversammlung in Magdeburg im Oktober erläutert (DGZ 11 | 2018), ist eines der Strukturprobleme die Unausgewogenheit der Mitgliederstimmen. So übertrumpfen regelmäßig größere Verbände wie Bayern und Baden-Württemberg die kleineren. Ebenso dürfte die Frage der Ausgliederung der Kulturtage in einen externe gGmbH Thema sein. Nach der Mittagspause geht es um 13 Uhr weiter mit einer Zusammenfassung der konkreten Probleme und einer Vorstellung der dazugehörigen Ideen und Lösungsmöglichkeiten. Der Tag klingt dann um 15:30 Uhr nach der Kaffeepause mit einer Diskussion aus. 

Die Gründung der Arbeitsgruppe geht auf die DGB-Mitgliederversammlung in Magdeburg im Oktober 2018 zurück. Dort hatte der Landesverband der Gehörlosen Bayern den entsprechenden Antrag gestellt, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Der bayerische Vorsitzende Bernd Schneider bekam anschließend die Leitung der Arbeitsgruppe übertragen. Der Antrag ist allerdings keine Neuheit: Bereits 2014 hatte der schleswig-holsteinische Landesverband eine ähnliche Strukturwandel-Arbeitsgruppe unter dem Namen „NEW DGB“ gefordert, die Reformvorschläge für einen zukunftsfesten DGB erarbeiten sollte.

Auf dieser Grundlage wurde 2016 eine Expertenkommission ins Leben gerufen, die schließlich 2018 in Magdeburg das Konzept eines ständigen Finanzausschusses vorstellte, der den DGB in Geldfragen beraten und kontrollieren sollte. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt, zur Enttäuschung des schleswig-holsteinischen Verbands. Schneider will nun hier ansetzen und dabei neben Delegierten aus den Mitgliedsverbänden auch Kritiker außerhalb der Verbandsstrukturen einbeziehen. In Kassel wird die DGZ vor Ort sein und in ihrer April-Ausgabe darüber berichten. 

Hinweis: In einer früheren Version dieser News wurde berichtet, die gesamte Veranstaltung würde live ins Internet übertragen werden. Da der geplante Live-Stream kurzfristig ausfiel, haben wir die entsprechende Stelle korrigiert.

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