Bald auch in Hessen: Gehörlosen- und Taubblindengeld

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Im Jahr 2021 wird in Hessen das Gehörlosen- und Taubblindengeld eingeführt. Dies gab die CDU Hessen heute in einem Facebook-Video bekannt. Die Finanzmittel dafür wurden „im Haushaltsplan 2021 fest eingeplant“, das nötige Gesetz werde „in den kommenden Monaten auf den Weg gebracht“, so die CDU in ihrem Facebook-Beitrag.

Im Video gebärdet der gehörlose Lysander Hartig: „Das Gehörlosengeld kommt!“ Dirk Bamberger, seit 2019 CDU-Abgeordneter des Hessischen Landtags, habe ihm diese Nachricht mitgeteilt. Bamberger, der selbst gehörlose Eltern hat (in der DGZ 04 | 2019 erschien ein Artikel über ihn), setzte sich für das Gehörlosengeld ein. Vor der Landtagswahl 2018 hatte er den Antrag gestellt, dass diese finanzielle Unterstützung für Gehörlose mit ins Wahlprogramm der Partei aufzunehmen. Die CDU Hessen nahm diese Forderung überraschend einstimmig in ihr Programm für die Landtagswahl auf. Kurz nach seinem Landtagsantritt im Februar 2019 traf Bamberger sich mit einer Arbeitsgruppe des Hessischen Verbands für Gehörlose und hörbehinderte Menschen. Diese Arbeitsgruppe hatte die Einführung des Gehörlosengelds in Hessen zum Ziel.

Auf Seite 73 des Finanzplans vom Land Hessen für die Jahre 2020 bis 2024 steht geschrieben, dass für die Einführung eines Gehörlosen- sowie Taubblindengeldes zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Laut Bamberger handelt es sich um insgesamt 6 Millionen Euro für das Jahr 2021, die an rund 4.000 Anspruchsberechtigte verteilt werden könnten. Als individuelle Höhe gab der CDU-Politiker eine Spanne zwischen 120 und 150 Euro monatlich an.

„Ich bin unglaublich froh und dankbar, dass ich für meine Initiative zum Gehörlosengeld aus der CDU-Landtagsfraktion so große Unterstützung erfahren habe“, gab sich der Coda auf seiner Facebook-Seite hocherfreut. „Die Generation meiner Eltern hat schon in den 70er-Jahren vergeblich für diese dringend notwendige Unterstützung gekämpft. Bislang blieben alle Bemühungen erfolglos.“ Auf diesen Erfolg sei er sehr stolz, allerdings müsse das Gesetz erst im Hessischen Landtag verabschiedet werden. Voraussichtlich soll dies im ersten Quartal des kommenden Jahres erfolgen, teilte Bamberger der DGZ mit. Er rechnet mit einer Einführung des Gehörlosengeldes zum 1. Juli 2021. Damit wäre Hessen das siebte Bundesland mit einem Gehörlosengeld und das fünfte mit einem Taubblindengeld.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Markus wunderle
    19. November 2020 17:58

    ICH BIN MARKUS WUNDLER ICH AUCH GEHÖRLOSE UND ICH WOHNT IN BECHTHEIM STDT (RHEINLAND-PFALZ

    Antworten
  • Szillat,.Angelika
    20. November 2020 8:28

    Hallo .ich bin Gehörlose warum zu wenig 77,00 Euro. Berlin mehr Geld Gehörlose schön leben .scheiss bergheim 77,00 Euro.mit freundlichen Grüße .Angelika szillat

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