Vorwürfe gegen Let's Dance-Star Benjamin Piwko

Aggressions-Vorwürfe gegen Benjamin Piwko

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Gegen den gehörlosen Let‘s Dance-Star sind Vorwürfe aus seiner Vergangenheit laut geworden. Das wurde in einem Podcast (= akustischer Blogeintrag, bei dem mehrere Personen sprechen) der Bloggerin Paula Lambert entdeckt. In dem Podcast spricht sie mit Inga W., deren voller Name nicht genannt wird. Der Podcast wurde im November 2018 veröffentlicht. Inga W. war 2015 ein Jahr lang mit dem RTL-Tänzer zusammen – zu dieser Zeit war Piwko bereits verheiratet. Gegenüber der BILD-Zeitung bestätigt er dies: „Es gab die Beziehung mit dieser Frau, ich war von meiner jetzigen Frau allerdings getrennt.“ Nach der Affäre habe sich Piwko dann aber dafür entschieden, es noch einmal mit seiner Ehe zu versuchen.

In dem Podcast erzählt Inga W., dass sie die Affäre sehr bereut: „Ich war in der Zeit Anwältin, Sekretärin, Hure und Therapeutin, ich hab mal kurz sein Leben geregelt und meins auf Eis gelegt.“ Inga W. berichtet auch von Wutausbrüchen des Trainers, der unter anderem Anti-Aggressions-Schulungen anbietet: „Immer wieder wurde geschrien, geschrien, geschrien. Oder, dass wir in einem Restaurant saßen und er dann mit der Faust in seinen Teller haute, sodass die Falafeln durch das ganze Restaurant flogen.“ Diese Vorwürfe kommentierte Piwko gegenüber BILD: „Wenn ich in der Zeit jemanden verletzt habe, tut mir das sehr leid.“

Auf einen unabhängig von diesem Bericht geschriebenen Facebook-Beitrag folgten weitere Vorwürfe. Zunächst forderte der gehörlose Blogger Patrick Erwin „PEM“ Mierke am 12. April auf Facebook dazu auf, für Piwko und seine RTL-Tanzpartnerin Isabel Edvardsson abzustimmen. In den Kommentaren fragte dann die gehörlose Aktivistin Julia Probst, die mit Piwko an der Tatort-Folge Totenstille beteiligt war, warum Mierke den Tänzer unterstütze. In der weiteren Diskussion erzählte sie dann von einem Vorfall am Totenstille-Set, bei dem Piwko ihr gegenüber einen Wutausbruch bekam.

Am Set vom Tatort habe Piwko die Co-Drehbuchautorin Probst um ihre Meinung zu seinem Schauspiel gebeten. Sie habe entgegnet, sie dürfe nichts dazu sagen, weil es ihr verboten worden sei. Doch Piwko habe lange auf sie eingeredet. Daraufhin habe Probst ihm vorgeschlagen, dass er erzählen könne, wie er es mache. Aber sie werde nichts dazu sagen. Dann habe er angefangen zu erzählen und Probst nach ihrer Meinung gefragt. Probst sei dann dabei geblieben, keine Bewertung abzugeben.

„Da ist er vom Tisch aufgesprungen. Sein Stuhl knallte nach hinten. Er legte einen Arm auf meine Stuhllehne und knallte den anderen Arm auf den Tisch und schreit mich an“, so Probst. Wegen dieser Aggressivität habe die Aktivistin Angst vor ihm gehabt. Für diesen Vorfall gebe es zwei Zeugen, seitdem sei Benjamin bei ihr „unten durch“. Sie sieht ein Problem darin, dass diese „Art von Mensch“ eine Botschafterrolle für die Gehörlosenwelt einnehmen soll.

Öffentlich hat Piwko bislang nicht zu Probsts Vorwürfen Stellung bezogen. Patrick Mierke stellte klar, dass er keine Gewalt toleriere. Gleichzeitig zeigte er sich von den Vorwürfen unbeeindruckt und nahm Piwko vorsichtig in Schutz, indem er sagte, dass es zu diesem Konflikt sicherlich eine Vorgeschichte gegeben habe. Am 14. April schrieb Mierke auf Facebook, dass er mit Piwko Kontakt aufgenommen hätte – um ihn zu bitten, mehr Deutsche Gebärdensprache in der Let’s Dance-Show zu benutzen. „[Piwko] hat das verstanden und bereit erklärt, dafür mehr Mühe zu geben“, so Mierke.

Hinweis: In der DGZ 04 | 2019 bringen wir einen großen Artikel über Leben und Karriere des Benjamin Piwko. Die hier beschriebenen Vorwürfe wurden erst nach Redaktionsschluss des aktuellen Heftes bekannt, weswegen wir sie hier ergänzend nachliefern.

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