Erste gehörlose Teilnehmerin bei Germany’s Next Topmodel

Am 4. Februar geht die 16. Staffel von Germany’s Next Topmodel (GNTM) an den Start – und zwar mit der ersten gehörlosen Teilnehmerin: Anna-Maria Schimanski. Für die 21-jährige Flensburgerin wurde damit ein Traum wahr.

Nachdem Schimanski sich online bewarb, wurde sie zu einem Casting in Berlin eingeladen, wo sie mit vielen anderen Bewerberinnen an einem Auswahlverfahren teilnehmen musste. Nach einigen Wochen habe sie dann erfahren, dass sie es unter die GNTM-Kandidatinnen geschafft hatte. „Es war eine große Überraschung für mich. Selbstverständlich habe ich gehofft, dabei zu sein. Aber als ich die Information bekommen habe, war ich überglücklich“, erzählt Maria – so ihr Rufname – der DGZ gegenüber. Die Tochter gehörloser Eltern habe schon als kleines Kind von einer Modelkarriere geträumt.

Bei der Model-Castingshow von ProSieben, die seit 2006 jährlich ausgestrahlt und vom bekannten deutschen Model Heidi Klum moderiert wird, treten dieses Jahr 31 „Mädchen“, wie die Teilnehmerinnen von Klum genannt werden, an. Von Folge zu Folge scheiden Kandidatinnen aus, bis am Ende vier Models in einem Live-Finale um den heißbegehrten Titel und einen Modelvertrag konkurrieren. Abgesehen davon winkt der Gewinnerin auch ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro.

Während der Staffel wohnen die Models üblicherweise in einer Villa im US-amerikanischen Los Angeles. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Hauptdrehstätte der Serie nach Berlin verlegt, wo die jungen Frauen in einem Loft wohnen. Die obligatorischen Fernreisen in internationale Mode-Metropolen und Länder entfallen – stattdessen geht es erstmals in der GNTM-Geschichte quer durch Europa.

Schimanski verrät, was die Zuschauer von der neuen Staffel erwarten können: „Vielfalt. Ich denke, so verschieden wie dieses Jahr waren die Mädels noch nie.“ Außerdem werde bei wichtigen Geschehnissen (wie zum Beispiel Shootings oder Jury-Entscheidungen) immer ein Dolmetscher dabei sein. Ob dieser dann auch im Fernsehen zu sehen sein wird, wollte die gelernte Buchbinderin nicht preisgeben.

Im GNTM-Alltag hatte die 21-Jährige sonst keine Dolmetscher zur Verfügung. Dafür hat sie ihren Mit-Kandidatinnen das Fingeralphabet beigebracht und kommuniziert ansonsten in Lautsprache mit ihnen. „Das ist natürlich für alle eine neue Situation und auch hin und wieder mal schwierig“, schildert sie ihre Erfahrungen. „Wenn spontan eine Durchsage über die Lautsprecher kommt und die Mädels aufgeregt sind, ist es besonders schwer da etwas mitzubekommen und jemanden zu finden, der es mir in Ruhe erklärt.“

Die GNTM-Folgen werden ab dem 4. Februar jeden Donnerstag um 20:15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt – mit Untertiteln. 2016 hatte es unter dem Hashtag #wirbrauchenuntertitel eine Kampagne in den sozialen Medien gegeben, die durchsetzen konnte, dass die Modelsendung seitdem durchgehend untertitelt wird.

Bild: ProSieben/Marc Rehbeck

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