„GOLDENE BILD der Frau“ für Ines Helke

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Die Leiterin des inklusiven Gebärdenchors „HandsUp“ aus Hamburg, Ines Helke, hat für ihr Engagement den mit 10.000 Euro dotierten Preis „GOLDENE BILD der Frau“ gewonnen. Sie zählt damit zu den fünf Frauen, welche dieses Jahr die Ehrung erhalten. Die Preisverleihung findet am 23. Oktober 2019 in Hamburg statt. Zusätzlich gibt es noch einen Leserpreis. Online können die fünf Gewinnerinnen noch einmal um einen weiteren Preis antreten. Wer bei diesem Voting die meisten Stimmen erhält, gewinnt noch einmal 30.000 Euro zusätzlich. Die Gewinnerinnen sind außerdem Teil einer Plakatkampagne, über die auf ihre Projekte aufmerksam gemacht wird.

Gegründet hatte die schwerhörige Diplom-Sozialpädagogin Ines Helke, die sich als „oralgeschädigt“ bezeichnet, den Chor vor fünf Jahren. „HandsUp“ ist ein kostenloses Angebot, das sich an Menschen mit und ohne Behinderung richtet. Neben Gehörlosen, Schwerhörigen und Hörenden sind das unter anderem Menschen mit Trisomie 21 und psychischen Beeinträchtigungen. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert, setzt die 48jährige Wahlhamburgerin auf taube und hörende Dolmetscher für Laut- und Gebärdensprache sowie auf Schriftdolmetscher. Auch ehrenamtliche Kommunikationsassistenten sind dabei. Die Dolmetscher werden aus Mitteln der Aktion Mensch bezahlt und sind der größte Kostenpunkt.

Durch die Gelder konnte der Chor noch mehr Lieder einstudieren. Dazu werden Übungsvideos in Gebärdensprache produziert und in einem mittlerweile gut ausgestatteten Studio aufgezeichnet. Die Mitglieder des Chors sind alle ehrenamtlich aktiv und sind bereits in der Elbphilharmonie aufgetreten, um dort Lieder zu übersetzen. Weitere Informationen und ein Video mit Einblicken in die Arbeit des Chors findet sich auf der Webseite der Aktion Mensch.

Die „GOLDENE BILD der Frau“ wird 2019 bereits zum 13. Mal verliehen. Der Preis soll, so die Zeitschrift, Frauen ehren, die „ein soziales Problem erkannt haben und es anpacken.“ Die anderen Preisträgerinnen 2019 engagieren sich in der Hospizarbeit, kümmern sich um Bienenrettung und verschaffen Kindern von Geflüchteten bessere Bildung. Die Abstimmung ist unter diesem Link bis zum 22. Oktober 2019 möglich.

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