Hand Drauf: Neuer YouTube-Kanal in Gebärdensprache

Neuigkeiten

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hat ein neues YouTube-Format mit der gehörlosen BR-Volontärin Iris Meinhardt gestartet. Unter dem Namen Hand Drauf wird täglich ein Video von Funk, der Online-Plattform des WDR, in Gebärdensprache übersetzt. Gebärdensprache sei die „Muttersprache unseres Formats“, geht es aus der Pressemitteilung zur Kanaleröffnung am 29. September um 10 Uhr hervor.

Die übersetzten Videos werden aus den folgenden Funk-Kanälen zugeliefert: Kliemannsland, Germania, Auf Klo, reporter, 100percentme und Das schaffst du nie. Auf 100percentme hatten bereits mehrere Menschen mit Behinderung aus ihrem Alltag erzählt. Zusätzlich zu den Gebärdensprach-Übersetzungen wird es bei Hand Drauf auch eigene Videos geben. Monatlich soll ein Video zu den „spannendsten Themen der Community“ veröffentlicht werden – recherchiert vom dreiköpfigen Redaktionsteam und präsentiert von der Moderatorin Meinhardt. Sie werde außergewöhnliche Menschen treffen, hinter die Kulissen blicken und Neues entdecken, so die Pressemitteilung. Hier kann der Kanal-Trailer zur Eröffnung angesehen werden:

Wie auch bei den anderen Formaten der Funk-Reihe setzt Hand Drauf auf die Zuschauer. „Alles, was hier passiert, könnt und sollt ihr mitbestimmen.“ So kann das Publikum sich beteiligen und Themenwünsche vorschlagen. Die Redaktion ist unter der E-Mailadresse handdrauf@wdr.de zu erreichen.

Iris Meinhardt ist studierte Politikwissenschaftlerin und von Geburt an gehörlos. Weil „Geschichten aus dem Leben und aus der Gesellschaft“ ihre Leidenschaft sind, hat sie 2018 beim Bayerischen Rundfunk ein Volontariat begonnen und so ihren Einstieg in den Journalismus gefunden. „Weil mein Herz für die Gebärdensprachszene schlägt, tauchen wir mit Hand Drauf in die Community ein“, so die Münchnerin. Sie arbeitete außerdem auch schon bei Sehen statt Hören als Moderatorin.

Die Funk-Plattform ist ein Online-Netzwerk der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Die über 70 Formate sind nicht nur auf YouTube, sondern auch auf Facebook, Instagram und Snapchat zu finden. Daneben gibt es auch die offizielle Funk-Webseite. Die Inhalte werden in ganz Deutschland produziert. Neben bekannten Gesichtern fördert das Netzwerk auch Neulinge in der Onlinevideo-Szene. In der Zentrale in Mainz wird die Ausrichtung der Formate bestimmt und die Videos an die jeweiligen Plattformen angepasst. Dabei wird versucht, so viel es geht, auf Barrierefreiheit zu achten. Viele Videos sind untertitelt, nach Eigenangaben auf Facebook sogar alle Videos, die dort gepostet werden.

Foto: WDR/Laura-Jasmin Leick

Vorheriger Beitrag
Kampagnen und Grüße zum Internationalen Tag der Gebärdensprachen
Nächster Beitrag
Die Gewinner des DGZ-Fotowettbewerbs 2019

Ähnliche Beiträge

No results found

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü