Weltkongress 2023: Vier Länder im Rennen

Wo der Weltkongress der Gehörlosen 2023 stattfinden könnte

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Die World Federation of the Deaf (= Weltverband der Gehörlosen, WFD) hat angekündigt, welche Länder 2023 den 19. Weltkongress ausrichten könnten. Das teilte WFD-Präsident Colin Allen in einem Video auf der WFD-Webseite und auf Facebook mit. Beim letzten Treffen des WFD-Vorstands in Paraguay waren die Bewerbungen der verschiedenen Kandidaten besprochen worden. Hierbei wurde untersucht, ob diese Länder den Anforderungen entsprachen, die in einem Kriterienkatalog (= Liste von Bedingungen) gestellt wurden. Der WFD verkündete nun „mit großem Vergnügen“, dass sich vier Länder als geeignet herausgestellt haben: Griechenland, Neuseeland, Ruanda und Südkorea.

Der Verband betont, dass noch nicht entschieden ist, wo der Kongress endgültig stattfinden wird. Diese Entscheidung werden die Delegierten der WFD-Mitgliedsländer im Juli in Paris treffen. Dort findet der diesjährige und 18. Weltkongress der Gehörlosen statt. Auf der Generalversammlung wird dann abgestimmt.

Als Teil der weiteren Bewerbungsauswertung werden Inspektoren in die Bewerberländer reisen. Dazu hat der WFD ein Team aus vier Personen zusammengestellt, welche die Länder vor Ort auf Eignung prüfen. Für die Generalversammlung des WFD im Juli schreiben diese einen Bericht. Dieser wird den Ort genauer vorstellen und die Kapazitäten beschreiben. Die Bewerberländer dürfen, falls sie die Abstimmung gewinnen, nicht nur den WFD-Kongress ausrichten, sondern auch das Youth Camp (= Jugendcamp) der Jugendsparte des WFD.

Der Weltkongress der Gehörlosen fand 1951 zum ersten Mal statt und wird alle vier Jahre veranstaltet. Die überwiegende Zahl der Länder, in denen er durchgeführt wurde, ist europäisch. Frankreich ist das einzige Land, das zwei Mal mit der Durchführung des Kongresses betraut wurde, zuerst 1971 und nun 2019. In Wiesbaden 1959 fand der Weltkongress auf deutschem Boden statt.

Von den mit 2019 insgesamt 18 WFD-Kongressen wurden nur fünf außerhalb Europas ausgetragen: jeweils einmal in den USA (1975), in Japan (1991), Australien (1999), Kanada (2003) und Südafrika (2011). Die Häufung der Kongresse außerhalb Europas seit den 90er Jahren spricht dafür, dass Griechenland dieses Mal leer ausgeht und eines der drei anderen Länder (Neuseeland, Ruanda oder Südkorea) das Rennen machen wird. Da der Kontinent Afrika bereits 2011 an der Reihe war, dürften von diesen drei Ländern Neuseeland und Südkorea die besten Aussichten haben. 

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